Schlammbehandlung
Die aus den einzelnen Klärstufen anfallenden Schlämme aus Vorklärung, Belebung und Nachklärung werden - nachdem in den
Voreindickern (12) bzw. der
Überschußschlammentwässerung (13) Wasser entzogen wurde - in die zwei beheizten
Faulbehälter (14) mit einem Fassungsvermögen von je 6.500 m³ gepumpt.
Bei einer mittleren Verweilzeit von etwa 30 Tagen erzeugen Fäulnisbakterien in einem Gärprozeß unter Luftabschluß ein brennbares
Klärgas (15), das zu 2/3 aus Methan und 1/3 aus Kohlendioxid besteht.
Der ausgefaulte, mineralisierte Schlamm wird im
Nacheindicker (16) eingedickt.
Zentrifugen (17) entwässern den Schlamm auf einen Restwassergehalt von 65 %. Der verbleibende, entwässerte Klärschlamm, etwa 35 Tonnen pro Tag, wird mit Abwärme aus der Nutzung des anfallenden Klärgases
getrocknet (18). Der getrocknete Klärschlamm von 4.500 Tonnen pro Jahr hat einen Heizwert von 10.000 MWh und wird als Brennstoff in der Zementindustrie bzw. in Kohlekraftwerken verwendet.

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